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Frege
Gilbert, Elisabeth Luigi Alamanni - Politik und Poesie Von
Machiavelli zu Franz I. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles,
New York, Oxford, Wien, 2005. 241 S., 1 Abb. Dialoghi / Dialogues
Bd. 9 Herausgegeben von Hoeges Dirk ISBN 3-631-54126-0
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Der Florentiner Humanist Luigi Alamanni (1495-1556) war ein
Freund Niccolò Machiavellis und engagierter Kritiker der Medici,
der in den Kreisen der Orti Oricellari verkehrte. Nach einer mißlungenen
Verschwörung gegen den späteren Papst Clemens VII. ins Exil
verbannt, gab er mit den Opere Toscane (1532) seinen Einstand am französischen
Hof und durchlief eine vielbeachtete literarische Karriere. Alamanni blieb
Zeit seines Lebens politisch aktiv und bemüht, die Medici entmachtet
zu sehen. Zugleich nutzte der Humanist seine literarischen Kenntnisse
sowie den Mythos seiner Heimatstadt als kulturelles Zentrum Italiens,
um sich selbst als Repräsentanten der translatio studii zu inszenieren
und damit seinem Gönner Franz I. die kulturelle Vormachtstellung
in Europa zu sichern. Von den Zeitgenossen als neuer Petrarca und Vergil
gefeiert, fungierte er als Mittler für viele italienische Künstler
und Gelehrte. Aus dem Inhalt: Die Orti Oricellari: Alamannis
politische und poetische Prägung - Florenz als Republik - Theorien
zum Tyrannenmord: Machiavelli - Republikanische Dichtung - Die Darstellung
Franz' I. in Alamannis Dichtung - Selbstdarstellung: von Ovid und Petrarca
zu Dante und Savonarola - Mittler zwischen Italien und Frankreich: Literatur,
Kunst, Musik - Der Einfluß der Opere Toscane auf die französische
Dichtung: Marguerite de Navarre, Clément Marot, Louise Labé,
Maurice Scève, Joachim du Bellay - Alamanni als neuer Vergil.
Die Autorin: Elisabeth Frege Gilbert, geboren 1968, studierte in
Heidelberg und Hannover Romanistik und Anglistik. Sie absolvierte ein
Auslandssemester in Sheffield und erhielt mehrere Forschungsstipendien
für Florenz. Die Autorin erwarb den Magister Artium in Romanistik
an der Universität Hannover mit einer Studie über Gärten
in der Literatur der italienischen Renaissance. 1996 bis 1998 war sie
wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Lehrtätigkeit am Romanischen
Seminar der Universität Hannover; Promotion 2005. Veröffentlichungen
zu Luigi Alamanni sowie Isabella di Morra; Mitglied der Renaissance Society
of America, hier u.a. Vortrag zu Theaterinszenierungen am Hof der d'Este
in Ferrara. Sie arbeitet als freie Lektorin für englische Publikationen.
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